{"id":1031,"date":"2021-01-20T16:00:05","date_gmt":"2021-01-20T16:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/judithforgoston.com\/?p=423"},"modified":"2025-09-24T16:33:56","modified_gmt":"2025-09-24T16:33:56","slug":"the-things-that-make-for-your-peace","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.judithforgoston.com\/de\/2021\/01\/20\/the-things-that-make-for-your-peace\/","title":{"rendered":"Die Dinge, die uns zum Frieden dienen"},"content":{"rendered":"<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\"Wenn du nur heute die Dinge erkennen w\u00fcrdest, die dir zum Frieden dienen! Aber jetzt sind sie vor deinen Augen verborgen.\" <\/p>\n<cite><em>Jesus, Lk 19, 42<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag wird kurz und ... peinlich sein. Aber zum Gl\u00fcck sind die Menschen sehr r\u00fccksichtsvoll und freundlich, wenn es um soziale Medien geht, so dass ich mir ja keine Sorgen zu machen brauche. Hier also mein Gest\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Vor zwei Wochen habe ich abends an einem Online-Gebetsseminar via Zoom teilgenommen. Wir lernten \u00fcber den Frieden, der mit kontemplativem Gebet einhergeht, und \u00fcber die Sch\u00e4tze der alten liturgischen Texte, die \u00fcber unz\u00e4hlige Generationen weitergegeben und von Christen aus zahlreichen Nationen, Konfessionen und Lebensbereichen geteilt werden. Wir beteten die Gebete zusammen, und die Gegenwart Gottes war sp\u00fcrbar. Zumindest denke ich, dass es so war. F\u00fcr die anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selber habe ich das meiste davon verpasst, weil ich das Unm\u00f6glichste versuchte, von dem Sie je geh\u00f6rt haben. Ich wollte gleichzeitig in einer Haltung der Kontemplation sein und die Nachrichten mitverfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu meiner (ungerechtfertigten) Entschuldigung: Es war nicht irgendein Abend. Es war der 6. Januar, und ich sagte mir, dass es ja nicht meine Schuld war, dass die Randalierer sich entschieden hatten, das Kapitol an demselben Tag zu st\u00fcrmen, an dem ich mich auf das Gebet des Heiligen Franziskus konzentrieren sollte. Was soll ich denn da machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich f\u00fchlte ich mich schuldig, doch ich konnte die traurige Tatsache nicht leugnen, dass die Schlagzeilen und Bilder des Aufruhrs um einiges faszinierender waren als das Friedensgebet des Heiligen Franziskus. Mehrmals an diesem Abend ertappte ich mich dabei, dass ich die neusten Schlagzeilen \u00fcber Aufruhr und Gewalt lesen wollte - so als ob ich vom Versuch, etwas \u00fcber kontemplativen Frieden und Gewaltlosigkeit zu lernen, eine Pause br\u00e4uchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziemlich beunruhigend, wenn Sie mich fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich war ich mit dem, was im Kapitol geschah, \u00fcberhaupt nicht einverstanden. Ich war, wie die meisten Menschen, entsetzt und beunruhigt. Und doch wollte ich die neusten Entwicklungen mitverfolgen, Stunde um Stunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen von Ihnen, die am 6. Januar sofort die Nachrichten ausschalteten, um zu beten, und nicht mehr zur\u00fcckgingen, um noch mehr davon zu lesen oder zu sehen, beten Sie doch auch f\u00fcr mich. Alle \u00dcbrigen wissen, wovon ich spreche. Tatsache ist, dass es <em>spannend<\/em>ist, auch wenn es gleichzeitig traurig und aufw\u00fchlend und negativ ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen das mit einem Achselzucken abtun und es als menschliche Natur bezeichnen, oder als einen Effekt gewitzter Medien, die es verstehen, unsere niedrigsten Instinkte anzusprechen. Aber nichts daran ist harmlos und kann achselzuckend ignoriert werden. Die Tatsache, dass es viel unterhaltsamer ist, \u00fcber einen w\u00fctenden, das Kapitol st\u00fcrmenden Mob zu lesen, als einem Theologen zuzuh\u00f6ren, der \u00fcber den Zusammenhang von Selbstbeherrschung und Frieden spricht, sollte uns beunruhigen. Und weshalb?<\/p>\n\n\n\n<p>Weil meine und Ihre Teilnahme an negativen Nachrichten, unsere Faszination f\u00fcr Chaos, Hass und Gewalt <em>genau diese Dinge in uns anheizen.<\/em>Wir alle wissen, dass man nicht im Geringsten mit dem einverstanden sein muss, was in den Medien gezeigt wird, um davon tief beeinflusst zu werden. Auf pervertierte Weise verbreitet sich der Hass, die Angst und die Spaltung, \u00fcber die wir lesen und die wir konsumieren, in der Welt schlussendlich sogar <em>durch<\/em> uns, wir wohlmeinenden, sogenannt friedlichen Menschen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ich gebe nicht einfach den Medien die Schuld. Ich gebe mir selbst die Schuld, meine eigene Verantwortung als Nachfolger Christi zu vernachl\u00e4ssigen. Brian Zahnd twitterte k\u00fcrzlich Folgendes \u00fcber die j\u00fcngsten Unruhen:<em>\"Mobs, Gewalt, Angst und Hass<\/em> SIND<em> der Teufel\".&nbsp; <\/em>Sie repr\u00e4sentieren und verk\u00f6rpern den Teufel in unserer Welt. Unsere Beteiligung an seinen Machenschaften mag ungewollt sein, hat aber dennoch Auswirkungen auf uns und diejenigen um uns herum.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb erhalten wir eine so detaillierte Beschreibung der <em>Frucht des Geistes<\/em> in der Bibel. Von den Gedanken und Handlungen Gottes erf\u00fcllt zu sein, ist nicht nur ein \u00e4therisches Gef\u00fchl der Gl\u00fcckseligkeit. Es ist schlussendlich ganz bodenst\u00e4ndige, harte Arbeit. Die Frucht des Geistes ist im wahrsten Sinne des Wortes all das, wovon wir in den Medien nie h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Liebe. Freude. Friede. Geduld. Freundlichkeit. G\u00fcte. Treue. Sanftmut. Selbstbeherrschung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sehen Sie, warum ich es harte Arbeit nenne? Die meisten von uns tragen diese Tugenden nicht einfach mit sich herum und warten nur darauf, unsere Mitmenschen damit zu \u00fcbersch\u00fctten. Der <em>Schmale Weg,<\/em> von dem die Bibel spricht, beschreibt vielleicht sogar in erster Linie unsere Entscheidung, diese Tugenden zu kultivieren. Denn breit ist der Weg, der zum Hass auf den anderen f\u00fchrt. Breit ist der Weg, mir mit Gewalt zu nehmen, was ich f\u00fcr mein Eigentum halte. Mein Gewissen mit Ausreden zu \u00fcbert\u00f6nen, dass der Zweck die Mittel heiligt. Diejenigen zu beschimpfen, denen ich die Schuld gebe - ob es nun die Leute im Kapitol sind oder die, die es st\u00fcrmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schmal ist der Weg, der den wahren Frieden sucht. Schmal ist der Weg, der unserer angeborenen Versuchung zu Sensationslust und zum Drama widersteht. Und schmal der Weg, der meinen Mitmenschen, der gerade eine schreckliche Tat begangen hat, als ein geliebtes Kind Gottes sehen will. Der sich weigert, das Lieblingsspiel des Teufels zu spielen: die Welt in klar definierte Gruppen von WIR und DIE ANDEREN zu unterteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber k\u00f6nnen wir denn tun? Es beginnt, so glaube ich, mit dem, was man sich vorstellen kann. Kann ich mir (und will ich das \u00fcberhaupt) eine Welt vorstellen, in der es <strong>nur noch das WIR<\/strong> gibt, und gar keine ANDEREN mehr? Nur wenn wir das zustande bringen, wird unsere d\u00e4monische Faszination f\u00fcr Skandal und Angst durch den Plan Gottes ersetzt werden - die Erkenntnis, dass jeder Mensch ein Teil von UNS ist, eingeschlossen in seine Liebe und Teil seines gro\u00dfen Erl\u00f6sungsplans. Solange es irgendeine Art von ANDEREN auf meiner Landkarte gibt, sabotiere ich meine eigene Arbeit an der Art von Frieden, den Jesus\u2026 Sie haben richtig geraten, UNS ALLEN, bringen will.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tags: Franz von Assisi - Friedensbem\u00fchungen - Sturm auf das Kapitol - Brian Zahnd<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wird kurz und ... peinlich sein. 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