{"id":610,"date":"2021-09-13T20:42:07","date_gmt":"2021-09-13T20:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/judithforgoston.com\/?p=610"},"modified":"2024-03-08T09:31:39","modified_gmt":"2024-03-08T09:31:39","slug":"presenting-my-baby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.judithforgoston.com\/de\/2021\/09\/13\/presenting-my-baby\/","title":{"rendered":"Vorhang auf..."},"content":{"rendered":"<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren habe ich von dem heutigen Tag getr\u00e4umt... dem Tag, an dem mein erster Roman endlich das Licht der Welt erblicken wird. In vielerlei Hinsicht f\u00fchlt es sich an wie eine Geburt (zum Gl\u00fcck minus die intensiven Schmerzen!) - der Moment, den man gleichzeitig gef\u00fcrchtet und freudig erwartet hat. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man ist ersch\u00f6pft und gl\u00fccklich und stolz und m\u00f6chte allen sein Baby zeigen (Bilder finden Sie auf meiner Website unter der Rubrik B\u00fccher\ud83d\ude09, wo Sie auch mehr \u00fcber den Inhalt erfahren und ein Exemplar bestellen k\u00f6nnen, falls ich Ihr Interesse geweckt habe). Aber man will dem Neugeborenen auch einen guten Start ins Leben geben \u2013 daher dieser Beitrag.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Brian Zahnd nach seiner konfessionellen Zugeh\u00f6rigkeit gefragt wird, macht er oft eine von zwei Aussagen, die bei mir h\u00e4ngen geblieben sind. Die erste ist ein Zitat von S\u00f8ren Kierkegaard, frei \u00fcbersetzt mit \"Wer mir ein Etikett anh\u00e4ngt, verneint mich.\u201c Wenn ich von anderen oder sogar von mir selbst mit einem Etikett versehen und in eine Schublade gesteckt werde, wird mein Wachstumspotenzial gehemmt und schlie\u00dflich gestoppt.<\/p>\n\n\n\n<p>Brians zweite Aussage geht noch tiefer. Denn es ist gar nicht so schwer, zu sagen: \"Ich passe in keine Schublade\" und einfach von weither alle Schubladen zu verurteilen. Viel schwieriger ist es, T\u00fcren zu den verschiedenen Schubladen zu \u00f6ffnen und die Menschen einzuladen, die Schublade des anderen zu erkunden. Vielleicht kommt man sogar so weit, die T\u00fcren aus den Angeln zu heben..?<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser zweiten Aussage gebraucht Brian das Bild einer Menora. Dieses j\u00fcdische Symbol eines Leuchters mit sieben Zweigen, die aus demselben Baum wachsen, eignet sich wunderbar auch als Bild f\u00fcr die christliche Vielfalt. Denn auch das Christentum l\u00e4sst sich in sieben Zweige unterteilen: \u00d6stlich-orthodox, r\u00f6misch-katholisch, anglikanisch, protestantisch, wiedert\u00e4uferisch, evangelisch und pfingstlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach unserer Kultur und Pers\u00f6nlichkeit werden wir uns den einen n\u00e4her f\u00fchlen als den anderen. Aber sie alle entspringen demselben Baum, und die Kunst eines reifen Christen besteht darin, sie alle mit ihren individuellen St\u00e4rken zu sehen und zu sch\u00e4tzen, was alle von ihnen zu Gottes Reich beitragen. In Brians Worten: \"Jeder Zweig wertsch\u00e4tzt bestimmte Aspekte unseres Glaubens auf einzigartige Weise.\u201c Seinem Empfinden nach sind dies:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wertsch\u00e4tzung der Orthodoxen Kirche f\u00fcr das Mysterium Gottes<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wertsch\u00e4tzung der Katholischen Kirche f\u00fcr die Sch\u00f6nheit<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wertsch\u00e4tzung der Anglikanischen Kirche f\u00fcr Liturgie<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00fchnheit der protestantischen Bewegung<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weigerung der T\u00e4uferbewegung, sich anzupassen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Energie der Evangelikalen Gemeinden<\/p>\n\n\n\n<p>Und die pfingstliche Verbundenheit mit der Erfahrbarkeit Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir gef\u00e4llt diese Sichtweise. Es ist eine Einladung, die uns noch unbekannteren Zweige unseres Glaubens zu besuchen. Eine Aufforderung, zu lernen und von Aspekten ber\u00fchrt zu werden, von denen wir vielleicht kaum wussten, dass sie auch Teile unseres Glaubens sind. Dies ist die beste Voraussetzung, um in einen reiferen Glauben hineinzuwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum dann \u00fcberhaupt \u00fcber negative Aspekte bestimmter Gruppen sprechen? Warum konzentrieren wir uns nicht besser einfach auf das, was uns verbindet? Warum die Kritik in meinem Buch an Dogmen, die von bestimmten Anh\u00e4ngern bestimmter Konfessionen vertreten werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">In erster Linie, weil mir die Menschen, die Teil dieser Gemeinschaften sind, am Herzen liegen. Gemeinschaften, zu denen ich jahrelang geh\u00f6rte und dessen Anh\u00e4nger ich zu sch\u00e4tzen gelernt habe. Es liegt auch daran, dass ein Gro\u00dfteil des Buches mir selber widerfahren ist \u2013 mir und Menschen, die mir wichtig sind. Der Leib Christi kann tragischerweise manchmal sein eigener schlimmster Feind sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe, von der ich spreche, nicht die einzige ist, die Schw\u00e4chen hat - es ist nur die, die ich am besten kenne. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich ein \u00e4hnliches Buch auch \u00fcber die Lehren jeder anderen Gruppe von Christen h\u00e4tte schreiben k\u00f6nnen - denn Lehren werden von Menschen gemacht, und Menschen haben Gottes Vergebung und Korrektur dringend n\u00f6tig, ganz gleich, welcher Gruppe sie angeh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich liebe die evangelikale Familie. Ich liebe ihre Leidenschaft und Energie, ihre Ernsthaftigkeit und den Familiensinn unter ihren Mitgliedern. Vor allem aber respektiere und liebe ich viele Menschen, die der evangelikalen Gruppe angeh\u00f6ren. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, \u00fcber einige der Krebsgeschw\u00fcre zu sprechen, die an dieser wunderbaren Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu frisst.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Baby macht also heute seinen ersten Atemzug. Ich werde es der Welt zeigen, in der Hoffnung, dass es T\u00fcren \u00f6ffnet und vielleicht sogar einige Wunden heilt, die der Krebs liebloser Lehren verursacht hat. Ich bete daf\u00fcr, dass es von Menschen aller m\u00f6glichen Lebenswegen gelesen wird; dass es in manchen den Mut weckt, Fragen zu stellen und die Antworten zu hinterfragen, die sie bisher bekommen haben. Ich hoffe, dass mein eigener Horizont durch die Interaktion mit Menschen, die das Buch lesen werden, erweitert wird. Vor allem aber hoffe ich, dass <a href=\"https:\/\/www.judithforgoston.com\/de\/book-release\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\"Jenseits von Halleluja\"<\/a> den Leser einl\u00e4dt in die Beziehung zu einem Gott, dessen Mitgef\u00fchl und Liebe jede Lehre \u00fcbersteigt.<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/judithforgoston.files.wordpress.com\/2021\/09\/vorhang-auf...-1.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"PDF-Einbettung\"><\/object><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tags: Kirchliche Vielfalt - Konfessionen - Schriftstellerei - Brian Zahnd<\/p>\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren habe ich von dem heutigen Tag getr\u00e4umt... dem Tag, an dem mein erster Roman endlich das Licht der Welt erblicken wird. 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